Bei einer Feuerwehr, die nach dem Milizsystem organisiert, werden die Einsatzkräfte über Pager alarmiert. Sie sind also anders als bei Berufsfeuerwehren nicht ständig in der Feuerwehrwache anwesend. Viele Feuerwehren haben aber einen vollamtlichen Materialverwalter, so wie auch die Feuerwehr Uster. In Uster ist auch der Sekretär vollamtlich für die Feuerwehr tätig, dies ist in Milizfeuerwehren aber eher selten.
Das oberste Organ der Milizfeuerwehren im Kanton Zürich ist die Gebäudeversicherung. Diese führt auch Kurse für für AdF (Angehörige der Feuerwehr) aller Stufen durch. Die Aufgaben zwischen Feuerwehr und GVZ sind klar unterteilt:Auftrag der Feuerwehr
- Die Feuerwehr ist zur Rettung von Menschen, Tieren und Sachwerten sowie zur Schadenbekämpfung bei Bränden, Explosionen, Elementarereignissen und Erdbeben verpflichtet. Sie trifft bei unmittelbarer Bedrohung durch solche Gefahren die erforderlichen Abwehrmassnahmen.
- Die Feuerwehr befreit Menschen und Tiere aus Notlagen.
- Die Feuerwehr leistet Hilfe bei Oel-, Chemie und Strahlenereignissen.
- Die Gemeinden können die Feuerwehr auch für andere Aufgaben einsetzen.
- Jede Feuerwehr ist zur Hilfeleistung ausserhalb ihres Einsatzgebietes verpflichtet, sofern das die Aufgabenerfüllung in der eigenen Gemeinde nicht verunmöglicht.
Auftrag der GVZ
- Die GVZ unterstützt und überwacht die Gemeinden- und Betriebsfeuerwehren.
- Sie erlässt Feuerwehrvorschriften.
- Sie organisiert Feuer-, Chemie- und Strahlenwehrstützpunkte.
- Sie bildet Feuerwehrleute aus.
- Sie erstellt regionale Alarmzentralen.
- Sie subventioniert Feuerwehrmaterial und Löschwasserversorgung
Ortsfeuerwehr
- Die Ortsfeuerwehr ist den örtlichen Verhältnissen und Bedürfnissen anzupassen.
- Die Bildung einer gemeinsamen Feuerwehr durch benachbarte Gemeinden ist möglich.
- Mindestens zehn Feuerwehrleute müssen jederzeit einsatzbereit sein.
- Die Einsatzfähigkeit mit Atemschutzgeräten muss gewährleistet sein.
- Es werden folgende Feuerwehr-Kategorien gebildet: Ortsfeuerwehr, Stützpunktfeuerwehr, Stützpunktfeuerwehr mit Berufsfeuerwehr und Betriebsfeuerwehr.
- Schaffung der Voraussetzung für die Zusammenarbeit der Feuerwehr mit dem Zivilschutz.
- Die Organisation der Feuerwehren muss folgende Einsatzzeiten ab Alarmierung der Feuerwehrleute gewährleisten:
- X + 5 Min. Ausrücken der ersten Feuerwehrleute ab Feuerwehrgebäude
- X + 10Min. Eintreffen des ersten Feuerwehrfahrzeuges mit Atemschutzgeräten auf dem Schadenplatz
- X + 15Min. Eintreffen des ersten Tanklöschfahrzeuges auf dem Schadenplatz
- X + 30Min. Eintreffen der Stützpunktfeuerwehr auf dem Schadenplatz
X = Alarmierung
Fahrzeugkonzept
![]() Tanklöschfahrzeug |
![]() Oel-/Chemiewehrfahrzeug |
![]() Personentransporter |
![]() Elektrogruppenfahrzeug |
![]() Sanitätsgruppenfahrzeug |
![]() Verkehrsgruppenfahrzeug |
![]() Autodrehleiter |
![]() Materialfahrzeug |
Die regionalen Stützpunkte
Im Zusammenhang mit der enormen Zunahme der Schadenereignisse im Oel-/Chemiewehrbereich hat der Kanton Zürich 12 regionale Stützpunkte geschaffen und mit schweren Oel-/Chemiewehrfahrzeugen ausgerüstet.
Das Ziel ist es, die Ortsfeuerwehren bei grösseren Schadenereignissen wirkungsvoll zu unterstützen. Dadurch werden die Gemeinden auch im Ausrüstungsbereich entlastet.
Alle regionalen Stützpunkte sind nach dem Basisorganigramm einer Ortsfeuerwehr organisiert (2.Kompanie), welche entsprechend dem Gefahrenpotential der Gemeinde erweitert werden kann. Zusätzlich führen die Stützpunktgemeinden eine vollständige Kompanie (1 Kompanie) als Einsatzelement für Nachbarhilfe. Alle Einsatzformationen verfügen über dieselbe Ausbildung an allen Stützpunktgerätschaften.
Fahrzeugkonzept
![]() Kommandofahrzeug |
![]() Pionierfahrzeug |
![]() Oel-/Chemie-Strahlenwehr |
![]() Universallöschfahrzeug |
![]() Autodrehleiter |
![]() Materialtransporter |
Der kantonale Stützpunkt
Der kantonale Stützpunkt ist aus drei Stützpunktfeuerwehren gebildet (Opfikon-Glattbrugg, Rümlang und Wallisellen). Personell verfügen diese Gemeinden über dieselbe Organisation wie ein regionaler Stützpunkt (1 Ortsfeuerwehr und 1 Stützpunktkompanie). Materiell sind diese Stützpunkte erweitert mit mehreren, verschiedenen Spezialfahrzeugen
Fahrzeugkonzept
![]() Universallöschfahrzeug |
![]() Schaumlöschfahrzeug |
![]() Pionierfahrzeug |
![]() Löschcontainer |
![]() Containerfahrzeug |
![]() Chemiewehrcontainer |
![]() Schaumcontainer |
![]() Leercontainer |
![]() Mobilie Einsatzzentrale |




















