Betriebsfeuerwehr SR Technics

Kaderausflug ins Bergwerk Horgen-Käpfnach, 19.08.04

Eine Übung der besonderen Art hatte das Kader der Betriebsfeuerwehr am 19. August 2004. Für einmal blieben Brandjacke und Handschuhe in der Garderobe, die Feuerwehrhelme wurden gegen Bauhelme eingetauscht. Nach einer staureichen Fahrt durch die Strassen von Zürich, kamen wir im Bergbaumuseum Horgen an. Viele interessante Informationen über die Geschichte des Bergwerkes Käpfnach brachte uns das Thema Bergbau näher. Anschliessend sahen wir einen Originalfilm aus dem Jahre 1943. Diese Bilder liessen ein Gefühl für die damalige Zeit aufkommen. Nachdem die ersten Fragen im Museum beantwortet waren, verliessen wir dieses Richtung Stollen-Eingang.
Kaum im Stollen bemerkte jeder, dass es hier kühler ist, als unter der Augustsonne. Gerade 13°C misst die Temperatur.

Die Anfänge des Bergwerks stammen von 1548. Über 100 Jahre später wurde das Bergwerk neu entdeckt. Der erste planmässige Abbau der Kohle begann 1708. In der vorindustriellen Zeit wollten 1763 Fachleute ein Bergwerk errichten, doch bereits 13 Jahre später wurde vom Zerfall von Grube und Zugängen errichtet. 1784 wurde dann auf Geheiss der zürcherischen Obrigkeit ein Bergwerk errichtet. 1875 wurde eine Zement-/Zementsteinfabrik erbaut, welche mit dem Kohlebergwerk zusammenarbeitete. 1911 wurde das Staatsunternehmen liquidiert.
Während des 1. Weltkrieges wurde durch Max Zschokke der Betrieb im Bergwerk wieder aufgenommen. 1921 wurde es erneut stillgelegt, das der Abbau unrentabel war. Der 2. Weltkrieg führte erneut zu einer Kanppheit an Brennmaterial. So wurde 1941 das Bergwerk erneut eröffnet. 1947 wurde es endgültig stillgelegt.
1989 wurde das Bergbaumuseum eröffnet. Käpfnach ist übrigens das einzige Kohlebergbau-Museum in der Schweiz.

Bergbaulampen
In einem Schaukasten befinden sich etliche Exemplare von Bergbaulampen.
Die Tafel mit den Öffnungszeiten des Bergwerks von anno dazumal
Im 2. Raum des Museums findet man unter anderem auch noch die ehemalige Tafel mit den Öffnungszeiten.
Vor dem ehemaligen Kohlemagzin
Vor dem Kohlemagazin steht die Gruppe und hört gespannt zu.
Fahrt ins Ungewisse
Nach dem Eintritt in den nur 13° warmen Stollen, erwartet uns schon bald eine Fahrt ins Ungewisse.
Gut zu erkennen ist hier die Kohleschicht
Gut zu erkennen ist hier die rund 30 cm dicke Kohleschicht. Diese liegt eingebettet in der oberen Süsswassermolasse.
950 Meter unter Tag
An dieser Stelle ist der Fels 950 Meter dick. Die roten Markierungen stammen von einem Geologen. Sie sind Hinweise für anstehende Unterhaltsarbeiten am Stollen.
Ein Arbeiter neben einer Elektrolok
Ein Arbeiter neben einer Elektrolok.
Eine gefüllte Loore
Eine gefüllte Loore steht auf einem 2. Gleis. Hier sieht man auch, die leicht abschüssige Strecke.
Über 100 Jahre wurde nichts an der Abbau-Technik verändert.
Über 100 Jahre blieb die technische Vorgehensweise die selbe. Der Häuer schlug die Kohle aus dem Berg und verlud sie in die kleine Transportkiste. Sein Kamerad am andern ende der Leine verlud die Kohle in die bereitstehende Loore. Im Hintergrund sieht man noch die Füsse des Häuers.
Die Männer arbeiteten sich liegend durch den Fels
Hier sieht man die Position, in welcher der Häuer die Kohle aus dem Fels schlug. Der Abräumspalt war oft nicht höher als 50 cm.
Herr Stalder erklärte uns, wie die Männer damals arbeiteten
Unser Führer Herr Stalder erklärt uns hier, wie die Männer in 2er-Gruppen arbeiteten. Die Helligkeit trügt. Die Männer hatten damals lediglich das Licht von 2 Bergbaulampen zur Verfügung.
Die Stollen wurden nur so hoch wie unbedingt nötig gebaut
Die Stollen wurden nur so hoch wie unbedingt nötig gebaut.
Ein Gerät zum Kohle abfüllen
Mit diesem Gerät wurde die Kohle abgefüllt.
Dieses Bähnchen brachte uns durch den Stollen
Dieses Elektro-Bähnchen brachte uns durch den Stollen. Es stammt aus einem Stollen aus der ehemaligen DDR.
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