Am 19. September 2005 um 15:03 melden die Pager:"FLUGZEUGABSTURZ, EINRÜCKEN
TOR 101".
Innert kürzester Zeit rücken das mit 10 Mann besetzte TLF, die mit drei Mann
besetzte ADL sowie der mit ca. 10 Mann besetzte Mannschaftstransporter aus.
Weitere Einsatzkräfte folgen später mit den restlichen Fahrzeugen.
Der Einsatzort ist das Dock E (Midfield). Am Schadenplatz steigt dichter
Rauch aus einem Airbus A320 auf, vor dem Flugzeug eine riesige Lache Kerosin.
Die ersten Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr sind bereits mit der Rettung der
Passagiere des A320 beschäftigt.
Die Betriebsfeuerwehr rüstet sich mit Atemschutzgeräten aus und wird
eingewiesen. Kurz darauf sind die ersten beiden Atemschutztrupps unterwegs in
das erste OG des Docks E. Schon die erste Türe ist verschlossen. Ein Schlüssel
wird angefordert. Im ersten Stock wird in etwa 200m Entfernung eine verletzte
Person gesehen. Schon nach wenigen Metern wird der erste Atemschutztrupp von
zwei Männern in Uniformen überrascht. Spätestens jetzt ist allen klar, dass es
eine Übung ist. Die Männer sind Schiedsrichter, in ihren Händen halten sie
Plastikhauben. Diese ziehen sie über die Visiere der Atemschutzmasken, ab sofort
gibt es praktisch keine Sicht mehr. Beim Vorrücken wird eine zweite verletzte
Person gefunden und gerettet. Weitere Trupps folgen und suchen nach weiteren
Verletzten. Teilweise liegen Gepäckstücke in den endlos lang erscheinenden
Gängen.
Die Feuerwehren Kloten und Opfikon haben ebenfalls Atemschutztrupps im Einsatz
zur Suche nach Verletzen.
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Während im Gebäude weiter abgesucht wird, werden auf dem Vorfeld Passagiere und Verletzte betreut. Immer noch steigt Rauch aus dem Flugzeug auf. Die Ursache für den Rauch war eine Explosion im Centertank zwischen den beiden Tragflächen. Durch die Explosion entstand eine Panik. Ein Arbeiter ist beim Versuch den Flammen zu entkommen über die Betankungsleitung gefahren und hat diese aus dem Boden gerissen. Eine grosse Menge Kerosin strömt aus. Beim Kerosin handelt es sich - da es eine Übung ist - um normales Wasser. Arbeiter und Passagiere werden verletzt. Rauch strömt vom Airbus durch das Fingerdock in den Passagierbereich des Dock E.
In der Triagestelle werden Zelte für die Verletzten aufgestellt. Weitere Hilfskräfte von umliegenden Feuerwehren und Sanitäten werden aufgeboten.
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Währenddessen sind im Gebäude bereits die ersten Trupps in den zweiten Stock, der Abflugsebene, vorgedrungen. Auch hier sind Verletzte. In einigen Liften sind Personen eingeschlossen. Teilweise müssen sie noch im Lift mit Sauerstoff versorgt werden. Meldungen von vermissten Personen am Gate 19 und in der "Felsenbar" tauchen auf. Die Atemschutztrupps der verschiedenen Feuerwehren sind nach wie vor mit dem Absuchen beschäftigt. Die ersten Trupps dringen jetzt in den dritten Stock vor. Im zweiten Stock sind nach wie vor Trupp mit dem Absuchen beschäftigt. In grösseren Abständen hört man Lautsprecherdurchsagen. Diese sind an die Passagiere gerichtet. Das Dock E ist im hinteren Teil nach wie vor für den regulären Flugverkehr offen. Die Durchsagen enthalten die Meldung, dass es sich um eine Übung der Feuerwehren der Sanität sowie der restlichen Rettungskräfte handelt.
Neben den Aktionen an der Front sind auch im Hintergrund viele Helfer im
Einsatz. So wird die Wache der Berufsfeuerwehr zusätzlich mit Feuerwehrmännern
aus den Milizfeuerwehren besetzt. Der reguläre Flugverkehr muss weiter aufrecht
erhalten werden.
Die Telefonhotlines laufen heiss, Angehörige warten auf Passagiere, viele müssen
nach der Meldung des Brandes betreut werden.
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Kurz vor 18:00 Uhr wird die Übung gestoppt und alle Rettungskräfte werden in die Winterdiensthalle zur Übungsbesprechung bestellt.
An der diesjährige ICAO-Übung mit dem Namen "Sprit 2005" waren zwischen 900
und 1'000 Personen beteiligt. Ein sehr grosser Teil bildeten dabei die
Feuerwehren und die Sanitäten, ebenfalls war die Polizei mit einem grösseren
Aufgebot beteiligt. So waren neben der Berufsfeuerwehr Unique, der
Betriebsfeuerwehr SR Technics, der Stützpunktfeuerwehren Kloten und Opfikon auch
die Betriebsfeuerwehr Unique und die Stützpunkte Wallisellen und Bülach
aufgeboten.
Rettungsfahrzeuge der Berufssanität Unique, der Sanität "Schutz & Rettung,
Zürich", der Spitäler Limmattal und Bülach sowie Sanitätsfahrzeuge der
Feuerwehren waren vor Ort.
Eine weitere Unterstützung boten auch der Zivilschutz sowie andere Notfallorganisationen
im und um den Flughafen.
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Einsatzdauer der Betriebsfeuerwehr: ca. 5 Std.
Fotos: Dominik Baumann
