Betriebsfeuerwehr SR Technics

Alarm 88: Flugzeugabsturz bei Bassersdorf

Am 24. November 2001 um 22:08 verschwand ein Flugzeug des Typs Avro RJ100 (Jumbolino) der Crossair vom Radarschirm des Towers.
Um 22:45 wurde der Grossalarm für die Betriebsfeuerwehr Swissair mittels Pager ausgelöst. Die Aufgabe der Betriebsfeuerwehr zusammen mit der Feuerwehr Rümlang, bestand darin den Brandschutz auf dem Flughafen sicherzustellen. Dieser wurde durch die beiden Feuerwehren solange aufrecht erhalten, bis die Berufsfeuerwehr wieder über genügend Einsatzkräfte und Mittel verfügte.

Einsatzdauer der Betriebsfeuerwehr: knapp 4 Std.

Warum Brandschutz auf dem Flughafen? Jeder Punkt auf einem ICAO-Flughafen (International Civil Aviation Organisation) muss von den Rettungskräften binnen 2 Minuten erreichbar sein. Dies ist in der Anfangsphase nach Auslösen eines Grossalarms selten der Fall. Aus Sicherheitsgründen wird der Flughafen vorübergehend geschlossen. Ein Flughafen in der Grösse von Zürich kann aber nicht über Stunden geschlossen bleiben, da diverse Flugzeuge auf Landeerlaubnis warten. Unter Umständen ist auch das Anfliegen eines Ausweichflughafens nicht mehr nötig.
Die Aufrechterhaltung des Brandschutzes ist deshalb so wichtig, weil es jederzeit zu einem neuen Zwischenfall kommen könnte und auch hier binnen zwei Minuten die ersten Rettungskräfte vor Ort sein müssen.

Tote und Verletzte bei Crossair-Absturz

25. Nov. 01, Kloten - Beim Landeanflug auf Kloten ist am späten Samstagabend kurz nach 22 Uhr ein vierstrahliger Jumbolino der Crossair abgestürzt. Das Absturzgebiet befindet sich in einem Wald bei Bassersdorf, nur wenige Kilometer vom Flughafen Kloten entfernt. An Bord der Maschine befanden sich 33 Personen. Bis Mitternacht wurden 10 Tote geborgen. Die Zücher Kantonspolizei bestätigte, dass auch mindestens neun Überlebende geborgen worden sind.

Das Flugzeug soll nach Aussage eines Crossair-Sprechers leicht verspätet von Berlin gekommen sein. Es soll nach ersten Angaben Überlebende gegeben haben. Wie Hans Baltensberger von der Zürcher Kantonspolizei sagte, sollen bis um 00.30 Uhr neun Verletzte geborgen worden sein. Es seien aber auch zehn Tote gefunden worden.
Es sei aber durchaus möglich, dass weitere Überlebende durch den Wald irren könnten.

Das abgestürzte Flugzeug liege in einem Waldstück und sei für die Rettungskräfte relativ leicht zugänglich. Der Vorder- und Hinterteil der Maschine sei noch einigermassen "ganz", sagte Baltensweiler.

Der Gemeindepräsident von Nürensdorf, Franz Brunner, sagte gegenüber dem Schweizer Fernsehen, er habe das Flugzeug noch über den Dächern von Birchwil gesehen. Kurz danach habe sich der Himmel orange gefärbt.

Laut Crossair-Sprecher Andreas Schwander waren 32 Personen an Bord der Maschine - 28 Passagiere und 5 Besatzungsmitglieder. Die Maschine mit Flugnummer LX 3597 war um 21.01 Uhr in Berlin-Tegel abgeflogen und hätte um 22.15 Uhr in Zürich landen sollen.

Die Rettungsaktion sei derzeit im Gang, so Schwander. Polizei und Feuerwehr seien daran, die Insassen zu bergen. Über die Nationalität der Insassen wird zur Zeit keine Auskunft gegeben.
Verkehrsteilnehmer werden laut Polizei gebeten, den Raum Basserdorf grossräumig zu umfahren, um die Bergungsarbeiten nicht zu behindern.

Quelle: www.news.ch



Zurück zu Alarme 2001 | Zurück zu Einsätze

© 2009, Betriebsfeuerwehr SR Technics, http://www.betriebsfeuerwehr.ch