Als sich am 18. November 2003 um 16:52 die Pager mit dem Text "Lagergebäude
Nuance, Flughofstr. 49, Rauchentwicklung" meldeten, machte sich eine gewisse
Unruhe auf der einen Seite und einige fragende Gesichter auf der anderen breit.
Alle wussten, dass für 16:30 eine Einsatzübung mit der Berufsfeuerwehr Unique
geplant war. Niemand wusste, ob dies jetzt ein Einsatz war oder ob die
Übungsleitung vorverlegt hatte.
Die ganze Sache klärte sich vor Ort rasch auf. Es handelte sich um die geplante
Übung.
Kaum vor Ort, war bereits der erste Atemschutztrupp mit einer Leitung
unterwegs ins Gebäude. Auf der gegenüberliegenden Seite verliessen die
Mitarbeiter, aufgeschreckt vom Rauch, das Gebäude. Der erste Atemschutztrupp
fand am Ende eines Ganges im Lager eine verletzte, ansprechbare Person. Diese
wurde sofort aus dem Gebäude getragen und vor dem Gebäude von anderen Kameraden
betreut. Schon nach kurzem fanden weitere Atemschutztrupps weitere Verletzte
Personen.
Die Entrauchnungsanlage des Gebäudes wurde in Betrieb gesetzt, was ein Problem
für zwei Angehörige der Berufs- sowie einem der Betriebsfeuerwehr darstellte.
Diese drei Personen befanden sich auf einem Gitterrost, aus welchen die
Rauchgase (Übungsrauch) der Gebäudeentrauchnung strömten. Noch bevor diese
Feststellung an die Einsatzleitung übermittelt werden konnte, wurden diese drei
Personen Ohnmächtig (einer der Übungsleiter kam auf die Kameraden zu und wies
sie an, sich sofort auf den Boden zu legen). Nach einem kurzen Augenblick
reagierten die Kameraden vom Sammelplatz und brachten die drei Verletzten aus
dem Gefahrenbereich. Die Messung der Rauchgase wurde von der Einsatzleitung
mittels Kombiwarnmessgerät befohlen.
Hochleistungslüfter wurden eingesetzt um den Atemschutztrupps bessere Sicht zu
ermöglichen und das Gebäude wieder Rauchfrei zu machen.
Die Übung wurde abgebrochen und beurteilt. Dies übernahm der Ausbildungs-Chef der Berufsfeuerwehr. Zwei Punkte hob er besonders herv?or: die Zusammenarbeit zwischen den beiden Feuerwehren funktionierte einwandfrei und die Schadenplatzorganisation war von Anfang an klar strukturiert. Ihm gefiel, dass die vielen Fahrzeuge in einem Warteraum standen und sich nicht auf den sehr kleinen Gebäudevorplatz zwängten. Nach der Übungsbesprechung wurde das Gebäude besichtigt. Danach wurde sämtliches Material retabliert.
![]() Einsatzleitung im Hintergrund, Übungsleitung im Vordergrund. |
![]() Die Einsatzleitung, die sich aus Offizieren und Unteroffizieren der beiden Wehren zusammensetzt. |
![]() Messen der Brandgase durch den Gitterrost mittels Kombiwarnmessgerät. |
![]() Der Einsatzleiter gibt einen Befehl über Funk durch. |
![]() Und immer wieder Gebäudepläne studieren. |
![]() Florian 33 im Hintergrund, Besi 118 im Vordergrund. |






