ICAO-Übung EVAC2000, 27. Oktober 2000
Das Übungsszenario: Am Gate B34 ist Airbus A319 angedockt. Das Flugzeug wird für den nächsten Flug beladen, die Crew macht sich bereit. Eine Bombe explodiert. Das Verladen von Chemikalien ins Flugzeug wird abgebrochen.
Um 21:10 werden Berufsfeuerwehr und Sanität des Flughafens aufgeboten und
sind zwei Minuten später vor Ort. Rauch tritt am Gate 34 des Terminal B aus.
Die Stützpunktfeuerwehren Kloten und Opfikon werden aufgeboten, kurz darauf die
Betriebsfeuerwehren der SR Technics und der Unique Zurich.
Die verschiedenen Feuerwehren werden nach Abschnitten aufgeteilt. Die
Betriebsfeuerwehr der SR Technics rüstet sich mit Atemschutzgeräten aus und geht
über den Tarmac. In der Wendeltreppe vom Tarmac zum Gate kommen Rauchschwaden.
Die Atemschutzmasken werden aufgesetzt. Oben am Gate stehen Berufsfeuerwehr und
Polizei. Im Terminal sind die AS-Masken nicht mehr erforderlich. Berufs- und
Betriebsfeuerwehr kümmern sich um die Verletzten. Material zum Abtransport der
Verletzten ist zu diesem Zeitpunkt Mangelware. Gepäckwagen werden kurzerhand
umfunktioniert und Passagiere, soweit es ihre Verletzungen zulassen, aufgeladen.
Ein bewusstloser Mann mit Beckenverletzungen wird fachgerecht gelagert und
betreut bis bis die Sanitätsgruppe der FW Kloten mit erstem Material eintrifft.
Der Atemschutztrupp der SR Technics übergibt den Verletzten der Sanitätsgruppe,
die diesen auf eine Bahre und später auf einen Gepäckanhänger lädt.
Alle Atemschutztrupps sind mittlerweile am Sammelplatz vor Gate 32 als
plötzlich eine Evakuation aller Rettungskräfte angeordnet wird. Im hinteren
Teil des Terminals ist eine Bombe entdeckt worden. Sofort wird der
Entschärfungstrupp der Kantonspolizei angefordert. Zur gleichen Zeit wird die
Gefahrenzone vergrössert, die Verletzen so schnell wie möglich
abtransportiert. Drei bei der ersten Explosion getötete Passagiere werden aus
Sicherheitsgründen noch nicht geborgen.
45 Minuten nach dem Alarmieren des Entschärfungskommandos der Kantonspolizei
ist die Bombe entschärft. Während dieser Zeit versucht eine Polizistin einem
Mann der Putzkolonne klar zu machen, dass er momentan nicht in den
Gefahrenbereich kann um Papierkörbe zu leeren. Er lässt sich nur sehr schwer
überzeugen und verlässt händeverrührend unter Aufsicht der Polizistin das
Terminal.
Nach der erfolgreichen Entschärfung des Sprengsatzes beginnen die
Aufräumarbeiten. In der Triage werden alle Verletzten versorgt und später
abtransportiert. Die Atemschutztrupps der SR Technics werden nicht mehr benötigt
und machen Rückzug.
Die Bilanz nach der Katastrophe: Zwei Bomben wovon eine entschärft werden
konnte, 23 Verletzte und 3 Tote. Es befanden sich 5 Feuerwehren, Sanität und
Kantonspolizei im Einsatz.
